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Chronik Von den Düppeler Schanzen zur Schärdinger Soldatenkameradschaft
Anton Dickl 1923-1950
Josef Reitinger 1950-1951
Franz Lachinger 1951-1970
Mathias Zauner 1970-1991
Ludwig Stockenhuber 1991-1995
Josef Gruber 1995-2009
Matthias Zauner 2010-2011
Konrad Stockenhuber 2012-2016
Günter Stockenhuber seit 2016
Es liegt über 150 Jahre zurück, dass das Linien-Infanterieregiment "Großherzog von Hessen" Nr.14 im Jahre 1864 am  Feldzug Österreichs und Preußens gegen Dänemark teilnahm. Das ausschließlich aus Oberösterreichern zusammengesetzte Regiment war im Verbande des von Feldmarschalleutnant  Freiherr von Gablenz befehligten VI. Kaiserlich - Königlichen Armeekorps, gemeinsam mit der königlich preußischen  Armee, an der Schlacht bei Oeversee und der Bezwingung der Düppeler Schanzen beteiligt. Nach dem siegreichen Kriegsausgang und den darauffolgenden Friedensverhandlungen in Wien dürfte in der Heimkehr  von Schärdinger Feldzugsteilnehmern und ehrenhaft aus dem Dienst entlassener Soldaten das auslösende Ereignis zur  Gründung des Schärdinger Veteranenvereines zu suchen sein. Der Geschichtsschreiber Johann Ev.Lamprecht vermerkte in der Schärdinger Chronik im Jahre 1887 hiezu folgendes: "Wie an sovielen Orten Oberösterreichs bildete sich auch zu Schärding, vornehmlich auf Anregung des Stadtgärtners  Johann Dickl ein Veteranenverein, d.i. ein Verein von der k.k. Armee ehrenvoll ausgedienten Kriegern zu dem Zwecke, um  von Zeit zu Zeit einen Commers zur gegenseitigen Besprechung abzuhalten aber auch jedem ablebenden  Kriegskameraden ein ehrenvolles Grabgeleite mit Salven zu bereiten. Am 24. September 1864 feierte der Verein sein Gründungsfest. Am 20. August 1865 wurde an der geschmackvoll  gearbeiteten Vereinsfahne, zu welcher die Frau Katharina Weber, geborene Wieninger, als Fahnenmutter die Bänder  spendete, am Stadtplatz nach abgehaltener Feldmesse in Gegenwart vieler auswärtiger Veteranen und anderen Gästen  die feierliche Weihe vollzogen. Später bildeten sich die Veteranen von Münzkirchen und Haibach zu eigenen Vereinen und  die Zahl der Schärdinger Mitglieder schmolz sonach bis auf 67 Mann zusammen.   Im Jahre 1866 wurde die Militär-Kaserne in der hinteren Stadt, welche eine geraume Zeit leer gestanden und bereits dem  Finanz-Aerar als Finanzwache übergeben war, mit k.k. Militär wieder belegt und von einer Kompanie des 14.  Linien Regimentes bezogen."  Der rechtliche Bestand der Vereinsgründung, unter der Obmannschaft von Johann Dickl, muss nochauf dem kaiserlichen  Patent vom 26. November 1852. RGBl. 185/253 beruhen, da das erste Vereinsgesetz erst im Jahre 1867 in Kraft getreten  ist. Somit zählt der Verein zu einer der ältesten Personenvereinigungen in Schärding. Im Jahre 1904 tritt der Veteranenverein anlässlich seines 40 . Bestandsjubiläums und der Stiftung der Traditionsfahne  durch die Fahnenpatin Josefine Ebenhecht unter der geänderten Bezeichnung Militär-Veteranen- und  Reservistenverein Schärding an die Öffentlichkeit. Neunzehn Jahre später, 1923, schien im Vereinsregister der neue  Name "Kriegsverein Schärding und Umgebung" auf. 1938 kam es nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche  Reich, aufgrund des Gesetzes über die Überleitung der Vereine gemäß RGBl. 136/38 vom 17. Mai 1938 ohne Aufhebung  der Rechtspersönlichkeit, zur Eingliederung in das NS-Deutschen Reichskriegerbund "Kyffhäuser". Im Jahre 1944  erfolgte dann die Umbenennung in Kriegerkameradschaft I, die allerdiengs nach Kriegsende, über Weisung des  Alliierten Rates, mit Bescheid der Sicherheitsdirektion für Öberösterreich vom 14. Juni 1945, aufgrund des §24 des  Vereinsgesetzes vom 15. November 1867, behördlich aufgelöst wurde. Doch bald versuchten, trotz Verbotsbestimmungen  durch die US-Besatzungsmacht, aus der Kriegsgefangenschaft heinkehrende Schärdinger Bürger eine  Vereinsneugründung zu bewerkstelligen. Am 9. April 1950 kam es auf Initiative des ehemaligen Vorstandsmitgliedes Josef  Reitinger zum Entschluss, bei der Veinsbehörde die Wiederzulassung zu betreiben. Den letzteren Ausschlag dafür gaben  aber die Begräbnisfeierlichkeiten für den am 18. Mai 1950 beigesetzten ehemaligen Vereinsobmann der  Zwischenkriegszeit, Tischlermeister Anton Dickl, an denen sich unerlaubterweise als Verein 48 ehemalige Mitglieder und  Heimkehrer beteiligt hatten. Am 9. Juli 1950 versammelten sich 30 Gleichgesinnte im "Gasthaus Lachinger" zur kontituierenden Hauptversammlung  des neuen Vereines "Kameradschaft der Ehre", wobei Josef Reitinger zum Obmann gewählt wurde. Nach Überwindung  bürokratischer Schwierigkeiten wurde schließlich mit Bescheid der Sicherheitsdirektion für O.Ö. vom 12.Novembr 1951,  Zl.: Sid/Ver-622/3-1951, unter der Obmannschaft von KommRat Franz Lachinger, der Verein offiziell zugelassen. 1956  konnte der langersehnete Wunsch nach Errichtung eines Kriegermahnmals an der ehemaligen innerseitigen Burgmauer  mit Unterstützung der Stadtgemeinde, der Bevölkenrung und des Vereins realisiert werden. Im Jahre 1958 schloss sich der  Verein, unter Aufgabe seines bisherigen Namens dem "Österreichischen Kameradschaftsbund" an und bildete als dessen  Zweigverein die "Ortsgruppe Schärding". Mathias Zauner übernahm 1970 als Obmann die Geschicke des Veines, baute diesen entsprechend aus und führte für die  Kameraden neue, attraktive Uniformen, zusätzlich zur traditionellen Veteranenadjustierung, ein. Gesundheitliche Gründe  zwangen Obmann Zauner, der auch die Bezirksobmannstelle bekleidete, 1991 die Obmannfunktion seinem langjährigen  Kassier, Tapezierermeister Ludwig Stockenhuber, zu übergeben. Anlässlich der Vollversammlung 1993 kam es, infolge  Veränderungen in der Landesverbandsleitung, neuerlich zur Änderung des Vereinsnamens auf nunmehr  "Oberösterreichischer Kameradschaftsbund - Stadtverband Schärding". Mitte des gleichen Jahres gelang es, eine günstige Einkaufsmöglichkeit nützend, einer großen Anzahl weiterer Mitglieder  neue Uniformen zum Kauf anzubieten und für den Verein einen entsprechenden Lagerbestand anzulegen. Mit großer  Freude und Genugtuung konnte Ende 1993 ein vor langer Zeit gestecktes Ziel endlich erreicht werden: Dem Verein wurde von der Stadtgemeinde Schärding in der Kirchengasse 19 ein Lokal zur Verfügung gestellt, wo nun die  Unterbringung von Fahnen, Feldzeichen, Uniformen und Requisiten sowie des Vereinsarchives möglich geworden war.  Später übersiedelte man in das heutige Vereinsheim über dem Passauer-Tor, das 2010 durch einen LKW schwer  beschädigt wurde. 1995 übernahm Konsulent Reg.-Rat Josef Gruber die Leitung als Obmann des Vereines, die er bis zu seinem Tod im  August 2009 inne hatte. Im Oktober 2009 wurde der Sohn des früheren Obmannes Mathias Zauner - Vzlt  Matthias Zauner als kooptierter Obmann  mit der Führung des Stadtverbandes betraut. Die Kooptierung wurde bei der Vollversammlung im März 2010 bestätigt. Er  trat aus gesundheitlichen Gründen Ende 2011 zurück. 2012 wurde der bisherige ObmStv Konrad Stockenhuber einstimmig zum Obmann gewählt, der den Verein bis 2016  führte. 2016 übernahm ebenfalls nach einstimmiger Wahl sein Neffe Günter Stockenhuber den Vorsitz des Vereines. Der Stadtverband Schärding, als Mitgliedsverein des ca. 27.000 Mann zählenden Oberösterreichischen  Kameradschaftsbundes, versteht sich als Interessensvertretung ehrenhaft gedienter und aktiver Soldaten. Er fördert den  traditionellen Vaterlands- und Heimatgedanken, bekennt sich zu den Grundsätzen der christlichen Werte und der  umfassenden Landesverteidigung, führt Veranstaltungen zum Gedenken an die Gefallenen, Vermissten und  Heimatvertriebenen aller Kriege durch und trägt Sorge für deren Gedenkstätten. Diese Grundsätze sind Herzensanliegen  der Schärdinger Soldatenkameradschaft und es gilt alles daran zu setzen, diese - unbeirrt der Attacken von links und  rechts - der nachfolgenden Generation zum Wohle unseres Landes und seiner Bürger weiter zu geben. Quelle: Festschrift 130 Jahre O.Ö. Kameradschaftsbund - Stadtverband Schärding, Autor: Regierungsrat Josef Gruber, Konsulent der O.Ö. Landesregierung Ergänzungen: Matthias Zauner, 2017 Die militärischen Einrichtungen und Institutionen in Schärding im Laufe der Geschichte:  Es ist erstaunlich, das trotz der Grenze zwischen Bayern und Österreich Schärding nie eine richtige Garnisonsstadt  geworden war. Neben der Burgwache und einer kleinen Garnison im Schloss lagen keine größeren militärischen Einheiten  ständig in der Stadt. Den Grund dafür bildete die wehr- wie verkehrsgeografische Situation, welche die wittelsbachisch-   bayerischen Landesfürsten, seit 1248 in Besitz des unteren Inngebietes, im Verlauf der Jahrhunderte bewusst nützten:  Einerseits zur wirtschaftlichen, andererseits zur politischen Expansion. Seit früher Zeit lief ein wichtiger Verkehrs- und  Handelsweg vom Nordwesten, den Rhein aufwärts nach Frankfurt, dem Main entlang nach Würzburg, über die Fränkische  Alb nach Nürnberg und Regensburg, die Donau abwärts nach Vilshofen, von dort nach Schärding, überquerte hier den Inn und führte weiter nach Wels, Linz bis tief in den Südosten. Der bedeutende Innübergang sicherten die Wittelsbacher mit  einer starken Burg, in deren Schutz sich Schäding zur wichtigsten Handelsstadt für Fluß und Straße entwickelte.  Gleichzeitig war sie Verwaltungszentrum.  Quelle: Festschrift 130 Jahre O.Ö. Kameradschaftsbund - Stadtverband Schärding, Autor: OSR Franz Engl, Ehrenbürger der Stadt Schärding.
Kameradschaftsbund Stadtverband Schärding - Traditionscorps 1864 Wieningerstraße 10 - 12, 4780 SCHÄRDING; Tel.: +43 650 5550350
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